Vergleich Zoom alt gegen neu

Ich habe ja das Sony SEL 18-135mm f3.5-5.6 Objektiv, welches ich als perfekten Allrounder betrachte. Es hat einen ausreichenden Zoombereich von Weitwinkel bis zum leichtem Tele und die Abbildungsleistung in Sachen Schärfe ist sehr gut. 

Zudem ist es klein gebaut und somit auch sehr leicht, ideal auf Reisen, wo man ja auch nicht gerade auf Bildqualität verzichten möchte.

Nun habe ich aber auch noch ein älteres Minolta 28-135mm f4 – 4.5, das zu den besten Minolta Objektiven zählt. Es ist zwar nicht so weitwinklig wie das Sony, aber passt sonst in den Rahmen. Was liegt also näher, mal beide Objektive miteinander zu vergleichen. Ist die neue Objektiv-Generation von Sony doch besser, oder gibt es unter den Altglas-Objektiven durchaus ernstzunehmende Gegner? Finden wir es heraus.

Vorab noch der Hinweis, das Minolta gibt es bei ebay schon für 60 Euro, das Sony kostet neu um die 500 Euro!

Zunächst einmal nüchterner Technische-Daten-Vergleich:

  Sony SEL 18-135mm Minolta 28-135mm
Bauart vorwiegend Plastik Metall
Erscheinungsjahr 2018 1995
Bildstabilisator ja nein
Länge 88 – 112mm 109 – 154mm
Durchmesser 67,2mm 80mm
max. Blendenöffnung 3.5-5.6 4-4.5
Gewicht 325g 754g
Filtergröße 55mm 72mm
Makromodus nein ja
Mindestabstand 45cm 150cm (24,6cm im Makromodus)
aquivalente Brennweite 27-202,5mm 42-202,5mm
Format APS-C Kleinbild
max. Vergrößerung 0.29x (1/3.4) 0.091x (1/11)
Vergößerung Makromodus 1:4
Sichtwinkel 76-12 Grad 75,3 – 18,2 Grad
Blendenlamellen 7 7
Elemente / Gruppen 16/12 16/13
Detaillink bei dyxum Link Link



Kommen wir nun zu Detailfotos:


 


Was nun aber den Test etwas schwierig macht beim Erstellen von Vergleichsfotos, ist die Tatsache, dass das Minolta einen leider hohen Mindestabstand von 1,5m zum Objekt hat.

Ich habe  mal ein Foto in meinem Büro gemacht, die Detailansichten bei 100% (1:1) in Lightroom zeigen folgende Bilder (Klick auf das Bild zeigt es vergrößert)

Links das Sony18-135mm, rechts das Minolta 28-135mm.


Zunächst bei Brennweite 28mm und Offenblende f4.0
Noch eins bei Blende f8 und Brennweite 28mm (beim Minolta wird hier sogar 30mm angezeigt, aber so kam das mit der Vergrößerung besser gleichmäßiger hin)

 

Es ist wie ein Kopf an Kopf Rennen…


Jetzt bei 50mm Brennweite und Blende f8.0
Bei Brennweite 135mm und Blende f5.6


(Links Sony, rechts Minolta)

Die Aufnahmen  zeigen leider deutlich die etwas bessere Schärfe beim Sony. Das Minolta Objektiv ist etwas weicher und die Farben nicht allzu kräftig wie beim Sony.
Das Minolta zeigt leider auch ein paar chromatische Abberationen, das Sony hingegen so gut wie gar keine.

Fazit

Das ältere Minolta Objektiv ist wirklich nicht schlecht, je nach Aufnahmemodus sicherlich immer noch eine gute Bildqualität. Aber das neue Sony bietet mehr, ist aber auch um einiges teurer.

Beides sind gute Objektive, klar ist, dass das moderne Sony e-Mount Objektiv die bessere Gesamtleistung zeigt. Eigentlich brauch man fast kein anderes,

Das Minolta ist für kleinere Budgets durchaus ein gutes Objektiv, leider aber auch schwerer.

 

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